Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen
Professur für Nachhaltiges Energie- und Stoffstrommanagement
Materialien und Energie werden benötigt, um Städte, Industrien und Infrastrukturen zu bauen und zu betreiben. Gleichzeitig sind die Bereitstellung von Energie und die Materialproduktion eine der Hauptursachen für globale Umweltkrisen, wie der Klimawandel und die Abholzung von Wäldern.
Unsere Mission ist die Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse über die nachhaltige Bereitstellung und Nutzung von Materialien und Energie für verschiedene Grade wirtschaftlicher Entwicklung, Kulturen und Lebensstile. Unsere Szenariomodelle und Bewertungswerkzeuge ermitteln die wirksamsten angebots- und nachfrageseitigen Strategien zur Entkopplung von Ressourcennutzung und menschlichem Wohlergehen.
Wir unterstützen eine offene Wissenschaft und betreiben ein Forschungsportal mit einem Blog, einer Datenbank mit Visualisierung, Information zu unseren Modellen sowie umfangreichem Lehrmaterial.
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Highlights

Zentrale Veröffentlichungen zu angemessenen Lebensstandards und Konsumkorridoren
Angemessene Lebensstandards sind Schwellenwerte für wichtige Dienstleistungen, die zur Armutsbekämpfung erforderlich sind, wie Unterkunft, Ernährung, Kommunikation und Transport. In aktuellen Veröffentlichungen quantifizieren wir die Menge an Materialien in Beständen und Flüssen, die erforderlich ist, um einem Menschen einen angemessenen Lebensstandard zu ermöglichen. Weltweit sind dafür ein Material-Fußabdruck (MF) von etwa 6 Tonnen pro Person und Jahr und Bestände in Gebäuden, Produkten und Infrastruktur von etwa 43 Tonnen pro Person erforderlich.
Ein angemessener Lebensstandard, wirtschaftliche Ungleichheit und die gesamte Wirtschaftsleistung sind nicht unabhängig voneinander! Eine neue Studie von Stefan Pauliuk zeigt, dass die Hauptindikatoren für die durchschnittliche Dienstleistung pro Kopf, der Gini-Koeffizient der Ungleichheit und der persönliche angemessene Lebensstandard in einer einfachen, aber grundlegenden Ausgleichsgleichung miteinander verknüpft sind. Diese Gleichung kann verwendet werden, um Konsumkorridore für Wohlfahrt innerhalb der planetaren Grenzen zu definieren.
Wir sind Teil von CIRCOMOD: EU–Projekt zur Szenariomodellierung der Kreislaufwirtschaft für die Eindämmung des Klimawandels
Ein großer Teil aller Treibhausgasemissionen entsteht in der Materialproduktion, z.B. in Zementwerken und der Stahlindustrie. Ziel der Kreislaufwirtschaft ist es, den Einsatz natürlicher Ressourcen in der Produktion zu verringern und das Recycling, die längere Nutzung von Produkten durch besseres Design, Reparatur und Wiederaufbereitung zu fördern. Die derzeitigen wissenschaftlichen Modelle und Szenarien für die Politikgestaltung berücksichtigen Strategien für die Kreislaufwirtschaft bisher nicht. CIRCOMOD wird eine neue Generation von Szenariomodellen entwickeln, um diese Lücke zu schließen.


Exzellenzcluster „Zukunft der Wälder“ (Future Forests)
Unsere Forschungsgruppe ist am Exzellenzcluster „Future Forests – Adapting Complex Social-ecological Forest Systems to Global Change” beteiligt. Diese große Forschungsplattform startet 2026 und umfasst mehr als 50 Forscher. Unser Beitrag konzentriert sich auf die Entwicklung von Szenarien und Transformationspfaden für die zukünftige Nutzung von Holz in verschiedenen Anwendungsbereichen, von langlebigen Holzmaterialien bis hin zu innovativen Holzprodukten wie hard carbon für Batterien. Unser Ziel ist es, den potenziellen Klimanutzen dieser Holzanwendungen zu verstehen und zu ermitteln, unter welchen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen dieser Nutzen realisiert werden kann.
Offen zugängliche Lehrmaterialsammlung: Industrial Ecology Open Online Course (IEooc)
Der Industrial Ecology Open Online Course (IEooc) ist eine umfangreiche Sammlung von Online-Lehrmaterial, das die wichtigsten Konzepte, Methoden, Daten und Anwendungen der industriellen Ökologie und sozial-metabolischen Forschung dokumentiert und erklärt. Der Kurs dient als Einführung für angehende Forscher im Bereich der industriellen Ökologie und der sozial-metabolischen Forschung und ist für UniversitätsstudentInnen aller Ebenen sowie Promovierende geeignet.


Open-Science-Portal
Unsere Arbeitsgruppe betreibt das Forschungsportal www.industrialecology.uni-freiburg.de/ mit umfangreicher frei zugänglicher Infrastruktur (Datenbanken, Modelle, Visualisierungen und Lehrmaterial) für Industrieökologie und die sozial-metabolische Forschung. Außerdem betreiben wir einen Blog, in dem wir über unsere Forschung und die Projekte, an denen wir beteiligt sind, berichten.
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