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Die zeitliche Dimension der Muße | In der Zeit nicht in der Zeit sein. Zur Zeitlichkeit und Muße aus dem Geiste des Islam

Unsere Gegenwart scheint in besonderem Maß von Phänomenen wie Beschleunigung und Zeitverdichtung geprägt zu sein. Im Gegenzug wird der Ruf nach Freiräumen der Muße lauter. Muße verweist auf eine Zeitstruktur, die einem rigiden Effizienzdenken ebenso entgegensteht wie einer unmittelbaren Verwertungslogik. Offen ist freilich, wie Zeit jenseits temporaler Zwänge erfahren werden kann. Das Zeitbewusstsein kann im Erleben von Muße verblassen, es kann aber auch intensiviert werden. Die Vortragsreihe widmet sich diesen gesellschaftlich relevanten Fragen und beleuchtet die zeitliche Dimension der Muße aus der Perspektive unterschiedlicher Fächer: der Philosophie und Soziologie ebenso wie der Psychologie, der Anglistik sowie der Islamwissenschaft. Die Vortragsreihe wird veranstaltet vom SFB 1015 Muße in Kooperation mit dem Studium generale.
Wann 30.01.2020
von 18:00 bis 20:00
Wo KG I, HS 1098
Name
Kontakttelefon 0761 203-67706
Teilnehmer (Milad Karimi, Münster)
Termin übernehmen vCal
iCal


Referent/Referentin:
Milad Karimi (Münster)

Termin:
Donnerstag, 30.01.2020, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ort:
KG I, HS 1098

Termin übernehmen:
vCal iCal

Ausführliche Beschreibung:

Die Frage nach der Zeit und Zeitlichkeit hat seit Anbeginn der Offenbarung des Koran das Forschen der muslimischen Philosoph*innen, Theolog*innen und Mystiker*innen in Atem gehalten. Zentral war dabei nicht nur, was die Zeit überhaupt sei oder ob die Welt einen Anfang in der Zeit gehabt habe, sondern auch die Frage danach, wie die Zeit existentiell erfahren werde.
Die genaue Beachtung der zeitlichen Dimension des Lebens, die sich erstens durch das Einhalten der rituellen Gebete in exakt genauen Zeiteinheiten und zweitens durch das Fasten im Monat Ramadan für eine bestimmte Zeit ins Leben der Muslim*innen eingeschrieben haben, scheint eine reizvolle Haltung offenzulegen, um über das in der Zeit, was nicht dem Gebot der Zeit unterworfen ist, nachzudenken: die Muße. Doch worin besteht die Bedeutung der Muße im Islam?

 

Ahmad Milad Karimi, geboren 1979 in Kabul, studierte Philosophie und Islamwissenschaft an der Universität Freiburg i.Br. und wurde 2012 mit einer Arbeit über Hegel und Heidegger promoviert. Er ist ordentlicher Professor für Kalām, islamische Philosophie und Mystik an der Universität Münster. Karimi ist stellvertretender Leiter des Zentrums für Islamische Theologie der Universität Münster und Leiter der internationalen Muhammad Iqbal-Forschungsstelle. 2019 erhielt er den Voltaire-Preis für Toleranz, Völkerverständigung und Respekt vor Differenz der Universität Potsdam.



Interne Verantwortlichkeit:
Deutsches Seminar

Veranstaltende Institution(en):
SFB 1015 Muße

Kontaktperson:
Name: Geschäftsstelle des SFB 1015 Muße
Tel: 0761 203-67706
E-Mail: sekretariat@sfb1015.uni-freiburg.de

Webadresse:
https://www.sfb1015.uni-freiburg.de/de/dateien/Broschre_Vorlesungsreihe_WS_19_20_final.pdf

vortrage_uie-veranstaltungsart philosophie_uie-themengebiet theologie-kirche-und-religion_uie-themengebiet 1050000000_uie-organisation 1050600001_uie-institut

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