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Die zeitliche Dimension der Muße | Alltägliche Erholung von der Arbeit. Ein erster Schritt zur Muße?

Unsere Gegenwart scheint in besonderem Maß von Phänomenen wie Beschleunigung und Zeitverdichtung geprägt zu sein. Im Gegenzug wird der Ruf nach Freiräumen der Muße lauter. Muße verweist auf eine Zeitstruktur, die einem rigiden Effizienzdenken ebenso entgegensteht wie einer unmittelbaren Verwertungslogik. Offen ist freilich, wie Zeit jenseits temporaler Zwänge erfahren werden kann. Das Zeitbewusstsein kann im Erleben von Muße verblassen, es kann aber auch intensiviert werden. Die Vortragsreihe widmet sich diesen gesellschaftlich relevanten Fragen und beleuchtet die zeitliche Dimension der Muße aus der Perspektive unterschiedlicher Fächer: der Philosophie und Soziologie ebenso wie der Psychologie, der Anglistik sowie der Islamwissenschaft. Die Vortragsreihe wird veranstaltet vom SFB 1015 Muße in Kooperation mit dem Studium generale.
Wann 12.12.2019
von 18:00 bis 20:00
Wo Veranstaltungssaal der Universitätsbibliothek
Name
Kontakttelefon 0761 203-67706
Teilnehmer (Sabine Sonnentag, Mannheim)
Termin übernehmen vCal
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Referent/Referentin:
Sabine Sonnentag (Mannheim)

Termin:
Donnerstag, 12.12.2019, 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ort:
Veranstaltungssaal der Universitätsbibliothek

Termin übernehmen:
vCal iCal

Ausführliche Beschreibung:

Der Vortrag beleuchtet Erholung aus arbeitspsychologischer Sicht. Erholung wird dabei als Prozess definiert, in dem Beanspruchung, die in der Arbeit entstanden ist, möglichst weitgehend aufgelöst wird. Unter belastenden Arbeitsbedingungen ist gute Erholung besonders notwendig, gleichzeitig aber auch besonders schwierig.

Der Vortrag baut auf einem quantitativ-empirischen Forschungsprogramm auf, in dem Berufstätige aus unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern mehrfach befragt wurden. Es zeigt sich, dass das gedankliche Abschalten von der Arbeit in der arbeitsfreien Zeit für die Erholung und das Wohlbefinden besonders wichtig ist: Menschen, die besser von der Arbeit abschalten, erfahren über die Zeit eine Steigerung ihres Wohlbefindens; es könnte darüber hinaus auch als eine wichtige Voraussetzung für die Erfahrung von Muße angesehen werden.

Neben den empirischen Forschungsergebnissen werden auch mögliche Konsequenzen für die weitere Forschung sowie für die praktische Umsetzung diskutiert.

 

Prof. Dr. Sabine Sonnentag studierte Psychologie an der Freien Universität Berlin (Diplom 1986) und wurde an der Technischen Universität Braunschweig zum Dr. rer. nat. promoviert (1991). Seit 2010 ist sie Professorin für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Mannheim. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der Frage, wie Menschen bei der Arbeit langfristig gesund und leistungsfähig sein können. Sie ist Mitglied der Leopoldina und erhielt 2018 von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie den Preis für ihr wissenschaftliches Lebenswerk.



Interne Verantwortlichkeit:
Deutsches Seminar

Veranstaltende Institution(en):
SFB 1015 Muße

Kontaktperson:
Name: Geschäftsstelle des SFB 1015 Muße
Tel: 0761 203-67706
E-Mail: sekretariat@sfb1015.uni-freiburg.de

Webadresse:
https://www.sfb1015.uni-freiburg.de/de/dateien/Broschre_Vorlesungsreihe_WS_19_20_final.pdf

vortrage_uie-veranstaltungsart psychologie_uie-themengebiet wirtschaft-und-finanzen_uie-themengebiet 1050000000_uie-organisation 1050600001_uie-institut

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