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Universität und Gesellschaft

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Kosmopolitisch, weltoffen, gastfreundlich: Forschung und Lehre an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sind maßgeblich vom internationalen und interkulturellen Austausch geprägt. „Menschen aller Länder und Religionen erweitern und bereichern unsere universitäre Gemeinschaft“, sagt Rektor Prof. Dr. Hans-Jochen Schiewer. „Ohne diesen Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Nationen und Kulturen, die gemeinsam an Lösungen für die großen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft arbeiten, ist Wissenschaft nicht denkbar. Die Universität stellt sich daher mit aller Entschiedenheit gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.“

Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ist mit mehr als 300 renommierten Hochschulpartnerschaften auf allen fünf Kontinenten weltweit vernetzt. Im Wintersemester 2015/16 haben sich mehr als 4.000 ausländische Studierende aus etwa 130 Ländern immatrikuliert – so viele wie noch nie zuvor. Hinzu kommen etwa 900 Beschäftigte in Wissenschaft, Verwaltung und Technik aus etwa 80 Ländern.

Stellungnahme des Senats der Albert-Ludwigs-Universität gegen Fremdenfeindlichkeit

Der Senat der Albert-Ludwigs-Universität verurteilt entschieden jegliche Form fremdenfeindlicher Aktivität in allen Bereichen der Universität. In den letzten Monaten ist es wiederholt zu fremdenfeindlich motivierten Angriffen auf Einrichtungen der Universität gekommen:
Nach einer Cyberattacke haben Drucker der Universität antisemitische Hetze gedruckt. Das Gebäude der Studierendenvertretung und weitere Gebäude der Universität sind mehrfach durch in Fensterrahmen geritzte Hakenkreuze und durch fremdenfeindliche Sticker verunstaltet worden; diese Sticker stammen offenbar von der durch den Verfassungsschutz beobachteten rechtsextremistischen „Identitären Bewegung“.
Leitlinie für den Senat ist das Grundgesetz; dort ist unmissverständlich geregelt (Art. 3, Abs. 3, S. 1): „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ 

Vor diesem Hintergrund macht der Senat der Albert-Ludwigs-Universität unmissverständlich deutlich, dass Universitäten Orte der Pluralität, der Weltoffenheit und des internationalen Austauschs sind. So kamen im Wintersemester 2015/16 über 16% der Studierenden an der Albert-Ludwigs-Universität aus dem Ausland, der Anteil ausländischer Studierender und ausländischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler steigt seit Jahren an. Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben an der Albert-Ludwigs-Universität keinen Platz.

Forschung und Lehre brauchen zur Entfaltung ein Klima, das nicht durch Hass und Angst, sondern durch Neugier und Offenheit gekennzeichnet ist. Dieses Klima zu schaffen und zu pflegen, versteht die Albert-Ludwigs-Universität als eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Der Senat appelliert an die Mitglieder der Albert-Ludwigs-Universität, aktiv daran mitzuwirken.

(einstimmig beschlossen am 28.09.2016)

„Tag der Vielfalt“

Seit 2012 veranstaltet die Universität Freiburg einmal im Jahr den „Tag der Vielfalt“. Am 14.11.2016 hat sie diesen Tag dem Thema „ethnische und geographische Herkunft“ gewidmet, um damit an die Veranstaltung aus dem Jahr 2015 anzuknüpfen – damals stand die „soziale Herkunft“ im Fokus. Ziel war es, Augen zu öffnen, den Austausch unter den Mitgliedern zu fördern und die Vielfalt von Herkünften an der Universität Freiburg sichtbar und erlebbar zu machen. Im Rahmen eines vielfältigen Programms mit internationalem Buffet wurde hierfür unter anderem ein eigens für die Universität produzierter Film zum Thema „Herkunft“ präsentiert.

„Charta der Vielfalt“

Die Universität Freiburg bekennt sich entschieden zur Vielfalt ihrer Studierenden und Beschäftigten. Sie versteht es als ihre Aufgabe, eine Organisationskultur zu schaffen und zu pflegen, in der die Gleichheit in der Vielfalt wertgeschätzt und als Bereicherung in Forschung und Lehre angesehen wird. Die Universität hat dieses Bekenntnis schon im Jahr 2009 mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ bekräftigt.

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Aktion „Weltoffene Hochschulen – gegen Fremdenfeindlichkeit“

Im November 2015 hat sich die Universität Freiburg an der bundesweiten Aktion „Weltoffene Hochschulen – gegen Fremdenfeindlichkeit“ der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) beteiligt. Mehr als 250 deutsche Hochschulen haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam ein Zeichen für Solidarität zu setzen und zu verdeutlichen, dass Ausländerfeindlichkeit und Gewalt keinen Platz in Deutschland und Europa haben.

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Weitere Informationen

Die Universität Freiburg informiert auf ihrem Webportal „Gender and Diversity“, betreut von der gleichnamigen Stabsstelle, über Neuigkeiten und stellt umfassende Informationsmaterialien bereit. Zudem befasst sich eine Reihe von Referaten der Verfassten Studierendenschaft mit dem Themenkomplex.