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Universitäre Angebote und Initiativen für Flüchtlinge

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Menschen helfen, die vor Krieg und politischer Verfolgung in ihrer Heimat geflohen sind, und sie bei der Entfaltung ihrer Potenziale unterstützen: Die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg übernimmt Verantwortung, indem sie Angebote für studieninteressierte Flüchtlinge entwickelt. Zudem koordiniert sie bestehende Initiativen und Projekte ihrer Mitglieder zur Flüchtlingshilfe.

Inhalt

Aktuelles

Vorkurs

Kenntnisse der deutschen Sprache sowie Grundwissen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik vermitteln: Von Februar bis November 2018 findet erneut ein Vorkurs für studieninteressierte und studierfähige Geflüchtete an der Universität Freiburg statt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Sprachunterricht, flankiert von fachlichen Inhalten. Interessierte können sich im Zeitraum 01.11. bis 25.11.2017 bewerben.
Weitere Informationen

Zentrale Angebote der Universität

Koordinationsstelle

Johanna Luther ist Ansprechpartnerin für Institutionen, Vereine und andere Einrichtungen, die mit studieninteressierten Geflüchteten im Regierungsbezirk Freiburg befasst sind. Als Regionale Koordinatorin hat sie die Aufgabe, die beteiligten Akteurinnen und Akteure zu vernetzen, diese mit aktuellen Informationen zu versorgen und so die Wege für studieninteressierte Geflüchtete zu ebnen. Die Stelle wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) finanziert und von der Universität Freiburg, der Pädagogischen Hochschule Freiburg und dem Studierendenwerk Freiburg (SWFR) getragen.

Beratung und Prüfung der Hochschulzugangsberechtigung

Erste Ansprechstelle an der Universität Freiburg ist die Abteilung International Admissions and Services (IAS) des Service Center Studium (SCS). Sie unterstützt und berät alle internationalen Studierenden bei Fragen vor, während und nach dem Studium. Zudem prüft sie die Hochschulzugangsberechtigung studieninteressierter Flüchtlinge.
Die Aufnahme oder Fortsetzung eines Studiums ist in Baden-Württemberg nicht an einen bestimmten Aufenthaltstitel geknüpft. Somit können auch Gestattete und Geduldete studieren, sofern die hochschulrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Universität entwickelt derzeit einen Instrumentenkasten für ein vereinfachtes Zulassungsverfahren für diejenigen Flüchtlinge, die ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht mit Dokumenten nachweisen können.


Gasthörerstudium

Das Gasthörerstudium der Universität Freiburg steht Flüchtlingen offen. Es umfasst neben einem umfangreichen Angebot an Veranstaltungen unter anderem die kostenlose Nutzung des Sprachselbstlernbereichs der Universität. Dort können sich die Nutzerinnen und Nutzer mithilfe von Lernmaterialien und Computerprogrammen selbstständig mit Deutsch und anderen Fremdsprachen vertraut machen. Die Universität Freiburg erlässt Flüchtlingen im Wintersemester 2016/17 die Gebühren, die derzeit 50 Euro betragen.

 
Scholars at Risk

Die Universität Freiburg ist dem Netzwerk „Scholars at Risk" beigetreten. Sie will jährlich mehreren Forscherinnen und Forschern, denen in ihren Heimatländern Krieg und politische Verfolgung drohen, einen Gastaufenthalt ermöglichen. Dem Netzwerk gehören mehr als 400 Universitäten aus etwa 40 Ländern an. Der erste Gastwissenschaftler in diesem Zusammenhang ist schon angekommen: Das Arnold-Bergstraesser-Institut für kulturwissenschaftliche Forschung (ABI) hat sich in der Philipp-Schwartz-Initiative, die von der Alexander von Humboldt-Stiftung gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt gestartet wurde, erfolgreich um ein Stipendium für einen Forscher aus Burundi beworben.

Die Philipp Schwartz-Initiative wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt ins Leben gerufen und ermöglicht Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland die Verleihung von Stipendien für Forschungsaufenthalte an gefährdete Forscherinnen und Forscher. Finanziert wird diese Initiative durch das Auswärtige Amt, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, die Fritz Thyssen Stiftung, die Gerda Henkel Stiftung, die Klaus Tschira Stiftung, die Robert Bosch Stiftung sowie die Stiftung Mercator.

Hochschulgruppen und weitere Initiativen

An der Universität Freiburg haben zahlreiche Menschen eigene Initiativen zur Flüchtlingshilfe gestartet. Die folgende Übersicht gibt ihnen die Möglichkeit, ihr Engagement bekannt zu machen, sich zu vernetzen und weitere Ehrenamtliche zu finden. Sie unterscheidet zwischen Angeboten, die sich direkt an die geflüchteten Menschen richten, und Angeboten für Bürgerinnen und Bürger, die selber einen Beitrag leisten oder sich informieren möchten.

Die Liste der Initiativen wird regelmäßig aktualisiert. Um neue Initiativen einzutragen, nutzen Sie bitte unser Eingabeformular. Um den Abschluss einer Initiative zu melden, wenden Sie sich bitte an: sina.plettenberg@zv.uni-freiburg.de

Angebote des Studierendenwerks Freiburg (SWFR)

Das SWFR ist für die soziale Betreuung der Studierenden in der Hochschulregion Freiburg zuständig. Auch studieninteressierte Geflüchtete können sich in sozialen, gesundheitlichen oder finanziellen Fragen an eine der Beratungsstellen des SWFR wenden oder sich direkt auf der Website zum Thema Studium für Geflüchtete informieren.

Informationen zum Studium für Geflüchtete

Auf der Seite Refugees Welcome werden verschiedene Fragen rund um das Thema Studium für Geflüchtete ausführlich beantwortet (FAQs), sowie Übersichtsblätter zu Kontaktpersonen an den einzelnen Hochschulen und Deutschkursanbietern im Regierungsbezirk Freiburg zur Verfügung gestellt. Weiterhin werden aktuelle Angebote für studieninteressierte Geflüchtete, beispielsweise neue Vorkurse an den Hochschulen oder studienrelevante Informationsveranstaltungen veröffentlicht.

Nutzung der Mensen

Geflüchtete mit Gasthörerstatus haben die Möglichkeit, die Mensen des SWFR zu einem reduzierten Gästepreis zu nutzen. Unter bestimmten Bedingungen können sie auch kostenlos essen. Dafür müssen sie in der Sozialberatung einen Antrag stellen.

Internationaler Club

Das SWFR bietet im Internationalen Club Freiburg viele Möglichkeiten, andere Studierende kennenzulernen und interkulturelle Kontakte zu pflegen. Er ist ein Forum für Studierende und Studieninteressierte aus dem In- und Ausland, die Kontakte knüpfen wollen und die an anderen Kulturen interessiert sind. Der Club bietet viele Veranstaltungen an, zum Beispiel:

  • Ein Buddy-Programm, das die Ankunft in Freiburg erleichtert,
  • Eine Tandem-Börse für Sprachpartnerschaften,
  • Die „Walking Dialogs" bieten interaktives Deutschlernen anhand ausgewählter Themenfelder
  • Interkulturelle Begegnungen und Veranstaltungen in kleinerem Rahmen im Hofcafé im Herderbau


Weiterhin gibt es die Arbeitsgruppe "Yalla Orient", die aus deutschen Studierenden und Studierenden aus dem arabischen Kulturraum besteht. Diese organisiert Veranstaltungen, z.B. die Arabischen Kulturtage. Außerdem gibt es das Bilder-Wörterbuch Pic me für Studierende auf Arabisch.

SWFR im Internet und in den Sozialen Medien

Auf der Website www.swfr.de erfahren Studierende alles, was sie rund um die soziale Betreuung im Studierendenleben wissen müssen, insbesondere die Seite Refugees Welcome ist für studieninteressierte Geflüchtete interessant.

Auf der Facebook-Seite finden alle Studierenden immer aktuelle Informationen, etwa zu Veranstaltungen und Terminen. www.facbook.com/studierendenwerk.freiburg

Das Blog ermöglicht einen Blick hinter die Kulissen. Studierende erfahren beispielsweise, wie es anderen „Neulingen“ in Freiburg geht. studierendenwerkfreiburg.wordpress.com

Erste Ansprechstelle an der Universität Freiburg ist die Abteilung International Admissions and Services (IAS) des Service Center Studium (SCS). Sie unterstützt und berät alle internationalen Studierenden bei Fragen vor, während und nach dem Studium. Zudem prüft sie die Hochschulzugangsberechtigung studieninteressierter Flüchtlinge.
Die Aufnahme oder Fortsetzung eines Studiums ist in Baden-Württemberg nicht an einen bestimmten Aufenthaltstitel geknüpft. Somit können auch Gestattete und Geduldete studieren, sofern die hochschulrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Universität entwickelt derzeit einen Instrumentenkasten für ein vereinfachtes Zulassungsverfahren für diejenigen Flüchtlinge, die ihre Hochschulzugangsberechtigung nicht mit Dokumenten nachweisen können.