Artikelaktionen

Sie sind hier: Startseite Herausragende Leistungen Landesforschungspreis … Peter Auer

Peter Auer

Peter Auer

Landesforschungspreis 2011
Peter Auer (*1954 Regensburg) erhielt den Landesforschungspreis für seine Leistung auf dem Gebiet der Linguistik.

Quelle PM Uni Freiburg  

 

Peter Auer, Linguistikprofessor an der Universität Freiburg und Co-Direktor der School of Language & Literature am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS), ist für seine Arbeiten zur Sprache im Raum mit dem Landesforschungspreis Baden-Württemberg 2011 ausgezeichnet worden. Auer untersucht vor allem, wie sich die regionalen Unterschiede im Deutschen im Zuge der gesellschaftlichen Entwicklung verändern. Seine Ergebnisse sind sowohl für die Grundlagenforschung als auch für die Ausbildung von Lehrpersonal bedeutend.

Peter Auer hat auf dem Gebiet der Strukturlinguistik, Sprachtypologie und Varietätenlinguistik moderne soziologische und kognitionswissenschaftliche Theorieansätze eingebracht. So hat er früher als seine Kolleginnen und Kollegen die Bedeutung der Prosodie, zum Beispiel der Silbenstruktur, in der Sprachbeschreibung erkannt und die Grundlagen für einen heute produktiven Forschungszweig gelegt. Mit seinen Arbeiten zur Gesprächsforschung ist er nicht nur bei der Diskursanalyse in Deutschland führend. Unter dem Schlagwort „Online-Syntax“ geht er neue Wege in der Beschreibung der Satzstruktur, indem er die psychologischen und interaktionalen Prozesse beim Sprechen analysiert. Auers aktuelles Forschungsinteresse gilt Dialekten und sozialen Varietäten. Er verbindet die traditionelle Dialektologie, insbesondere des südwestdeutsch-alemannischen Sprachraums, mit einer modernen Theorie der Varietätendynamik. Er verknüpft den Komplex mit Fragen der Migration und des Sprachkontaktes sowie mit neuesten Theorien zur Stereotypenforschung, Globalisierung und Urbanisierung. Anstelle überkommener Territorien-Vorstellungen stehen in Auers Forschung die soziale Konstruktion des „Anderen“, kollektive Wahrnehmungsprozesse und die kognitive Projektion von sozialen Gruppen im Vordergrund. (Quelle PM Uni Freiburg)