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Peter Gumbsch

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2007 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis
Peter Gumbsch (*1962 Pforzheim) erhielt den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis für seine Leistungen auf dem Gebiet der Werkstoffmechanik.

Quelle: DFG  

 

Prof. Dr. Peter Gumbsch arbeitet auf dem Grenzgebiet zwischen Physik und Ingenieurwissenschaften im Bereich der Werkstoffwissenschaften, insbesondere auf dem Feld der Werkstoffmechanik. Neben der Verformung von dünnen Schichten beschäftigte er sich besonders mit der Dynamik von Verformungsprozessen und der die Verformung tragenden Versetzungen, also Unregelmäßigkeiten in der Gitterstruktur eines festen Werkstoffes, bei hohen Geschwindigkeiten. In ähnlicher Weise hat sich Peter Gumbsch mit den Elementarmechanismen des Bruchs auseinandergesetzt. Hier hat er mit atomistischen Untersuchungen und den ersten ernsthaften quantenmechanischen Berechnungen zum Sprödbruchverhalten das bislang in sämtlichen Lehrbüchern dargestellte thermodynamische Bild um wesentliche Aspekte des Brechens atomarer Bindungen erweitert. Er ist maßgeblich beteiligt an der Entwicklung des aktuellen Gebiets der Multiskalen-Material-Modellierung, mit der Werkstoffe Skalen übergreifend - von einzelnen Atomen über Kristalle bis zum ganzen Werkstück - beschrieben werden können.

Nach seiner Promotion in Physik in Stuttgart war Peter Gumbsch ab 1991 als Gastwissenschaftler in Oxford, bevor er ans Max-Planck-Institut für Metallforschung in Stuttgart zurückkehrte. 2000 und 2001 lehnte er Rufe an die TU Braunschweig und an die Ohio State University ab, um eine C4-Professur in Karlsruhe anzunehmen. Zurzeit ist er Ordinarius für Werkstoffmechanik und Leiter des Instituts für Zuverlässigkeit von Bauteilen und Systemen der Universität Karlsruhe sowie Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik (IWM) in Freiburg und Halle. (Quelle: DFG)