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Georg von Hevesy

Georg von Hevesy

1943 Nobelpreis für Chemie
Georg von Hevesy (*1885 – †1966) erhielt den Nobelpreis für seine Arbeit über die Anwendung der Isotope als Indikatoren bei der Erforschung chemischer Prozesse".

Quelle Uni Freiburg  

 

Georg von Hevesy, geboren 1885 in Budapest, studierte an den Universitäten in Budapest, Berlin und Freiburg, wo er 1908 mit einer Dissertation in Physikalischer Chemie promoviert wurde. Danach arbeitete er in Karlsruhe bei Haber, in Manchester bei Rutherford, bei dem er die neuesten kernphysikalischen und kernchemischen Methoden und Konzepte kennen lernte. In Wien wandte er zusammen mit Paneth radioaktive Methoden zur Bestimmung der Löslichkeit schwerlöslicher Salze an. Nach dem 1. Weltkrieg ging er zu Niels Bohr nach Kopenhagen und entdeckte dort zusammen mit Dirk Coster mit Hilfe der Röntgenfluoreszenz das Element Hafnium.

Von 1926 bis 1934 war von Hevesy Professor für Physikalische Chemie an der Universität Freiburg. Hier setzte er seine Arbeiten zur Röntgenfluoreszenz fort, z.B. die Altersbestimmung von Mineralien, und er begann Untersuchungen zum Einsatz radioaktiver Indikatoren in der Biochemie und Physiologie. Da er aus einer jüdischen Familie entstammte, verließ er auf Grund der politischen Entwicklung 1934 Deutschland.
Bis 1961 arbeitete er zunächst wieder in Kopenhagen, danach in Stockholm. Er widmete sich zunehmend biochemischen, physiologischen und medizinischen Fragestellungen, die er mit Hilfe radioaktiver Isotope untersuchte. 

Von Hevesy ist Träger zahlreicher Wissenschaftspreise und Ehrendoktorwürden, die ihm unter anderem auch von der Universität Freiburg verliehen wurden. Er leistete Pionierarbeit auf dem Gebiet der Röntgenfluoreszenz und schuf die Grundlagen für die Anwendung radioaktiver Isotope als Indikatoren in Biologie und Medizin. Er gilt als Vater der Nuklearmedizin. Für die Entwicklung der Isotopenmarkierung erhielt er 1943 den Nobelpreis für Chemie. Von Hevesy fühlte sich als Freiburger. Hier hat er studiert, war Professor und zwei seiner vier Kinder wurden hier geboren. Eine seiner Töchter lebt in Freiburg. Er selbst verstarb am 5. Juli 1966 in Freiburg. (Quelle Uni Freiburg)